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Alter, Wissen und Geschlecht : Überlegungen zum Altersdiskurs in der Antike

Verfasst von: Wagner-Hasel, Beate
in: Altern
Heft: 1 Band: 17 15-36 S.

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Einrichtung: FrauenGenderBibliothek Saar | Saarbrücken
Verfasst von: Wagner-Hasel, Beate
In: Altern
Quellenangabe: Altern
Ausgabe: 17(2006)1
Heft: 1
Band: 17
Maße: 30541 30509
ZDBID: 1062220-2
Beschreibung:
Beate Wagner-Hasel zeigt auf, dass allein der Versuch, eine allgemeine chronologische Definition für das Alter zu finden, bereits für die Antike scheitert. Bei ihren Überlegungen "zum Altersdiskurs in der Antike" geht sie vom Typus der Altersklage gegen angeblich liebeslüsterne Greise und Greisinnen aus, die sich von der frühgriechischen Lyrik über die gesamte antike Literatur bis hin zu den römischen Elegikern verbreitete und von der Antikenforschung oft als Beleg für eine gesellschaftliche Marginalisierung der Alten herangezogen wurde. Besonders negativ wertete man in diesem wissenschaftlichen Interpretationszusammenhang die Situation der alten Frauen. Wagner-Hasel hält dem entgegen, dass solche Altersklagen keinen unmittelbaren Einblick in die Lebenswirklichkeit antiker Menschen darstellen, sondern vielmehr - literarisch geformte - gesellschaftliche Ordnungsvorstellungen vermitteln und somit als Allegorien der politischen und sozialen Ordnung zu lesen sind. Möglicherweise bildete im antiken Rom die Vielzahl von Ehen mit einer großen Altersdifferenz zwischen den Ehepartnern, die im Todesfall zu Erbkonflikten mit den direkten Nachkommen führen konnte, den Erfahrungshintergrund für den kritischen Spott gegenüber den Alten. Eine solche Interpretation der Altersklagen zeigt Wagner-Hasel in der Folge zunächst anhand einer Auswahl von Quellenzitaten, um dann am Beispiel - zweier - von vielen antiken Schriftstellern bearbeiteter - mythologischer Figuren des Alterns, nämlich von Tithonos und Sybille, eine Lesart des antiken Altersdiskurses vorzuschlagen, die vor allem der Bedeutung alter Männer und Frauen für die (lange nur orale) Tradierung von Wissen nachgeht.
Anmerkung:
Beigaben: Lit.angaben in Anm.
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