Buch Monografie

Wisch und weg! : Sans-Papiers-Hausarbeiterinnen zwischen Prekarität und Selbstbestimmung

Verfasst von: Knoll, Alex [weitere]
Zürich : Seismo , 2012 , 191 S.

Weitere Informationen

Einrichtung: Frauensolidarität | Wien
Formatangabe: Monographie
Verfasst von: Knoll, Alex; Schilliger, Sarah; Schwager, Bea
Jahr / Datum: 2012
Beschreibung: graph. Darst.
Maße: 23 cm
ISBN: 3037771097
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Alex Knoll, Sarah Schilliger und Bea Schwager untersuchen die Prekarisierung von Frauen, die selbstständig und unbegleitet in die Schweiz kommen und hier unter mehrfach prekären Umständen in Privathaushalten tätig sind. Die Prekarisierung wird dabei als ein weitreichender Prozess verstanden, der neben den Erwerbsverhältnissen auch die Gesundheit, das soziale Netz, die Wohnsituation sowie die Fürsorgepflichten der Sans-Papiers-Hausarbeiterinnen umfasst. Ursachen werden in den aktuellen Veränderungen des Schweizer Migrations- und Arbeitsmarktregimes sowie in den sozial- und geschlechterpolitischen Hintergründen gesehen, die zu einer zunehmenden Nachfrage nach bezahlter Arbeit im Privathaushalt und damit zur Ausbreitung eines irregulären Marktes für Hausarbeit geführt haben. Das Autorinnenteam interessiert sich insbesondere für die subjektive Wahrnehmung der „gefühlten Prekarisierung“, welche zu vielfältigen Strategien des Umgangs mit der eigenen Lebenslage führt. Insofern steht die themenzentrierte und fokussierte Analyse von 14 Interviews mit Sans-Papiers-Hausarbeiterinnen im Zentrum der Studie: Was kennzeichnet die Arbeit der Hausarbeiterinnen, wie ist ihr Verhältnis zu den Arbeitgeber_innen, wie kommen sie zu ihren Arbeitsstellen? Wo wohnen sie, was tun sie, wenn sie krank werden? Wie sieht ihr soziales Netz aus, welche Kontakte pflegen sie ins Herkunftsland? Anhand der Gespräche werden schließlich vier Idealtypen von Sans-Papiers-Hausarbeiterinnen rekonstruiert: die Widerständige, die Dienstleisterin, die transnationale Mutter und die Fügsame. Ein großes Verdienst der Studie ist es, dass sie neben der integrativen Herangehensweise und den vielfältigen theoretischen Bezügen Einblick in den Alltag der Sans-Papiers-Hausarbeiterinnen bietet und dabei die Frauen selbst zu Wort kommen lässt.
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